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Projekt

Gruppenarbeit “Soziale Kompetenz“

am Landgericht Regensburg

Abschlussbericht

1. Ort und Ausstattung

Der Sozialraum in der Bewährungshilfe in Regensburg war unser Gruppenraum, für Untergruppen konnten wir unsere Büro’s benutzen. Eine Tafel, ein Flip-chart usw. war vorhanden – so entstanden keine Kosten für Miete oder Materialien.
Für den erlebnispädagogischen Teil, einen gemeinsamen Termin zum Klettern, übernahm der gemeinnützige Verein der Start-Hilfe die Kosten.


2.Termine und Zeitplan

Die Gruppenarbeit war für 6 Abend-Termine, plus einem Samstagnachmittag für die Erlebnispädagogische Einheit, konzipiert. Sie fand vom 29.09.05 bis 10.11.05 in Regensburg in der Bewährungshilfe statt.
Beginn war jeweils Donnerstags um 17:45 Uhr, das Ende für 19:45 – inklusive kurzer Pause, geplant.

Die Gruppenarbeit wurde mit 9 Teilnehmern durchgeführt. Die Altersspanne der Teilnehmer lag zwischen 25 und 35 Jahren. Alle Teilnehmer waren bei einem der beiden Gruppenleiter unterstellt.

Die Teilnehmer nahmen alle freiwillig an dem Gruppenangebot teil, es war jedoch mündlich abgesprochen, dass die Teilnahme verbindlich für alle Termine ist. Ein Problem wird wohl immer die Schichtarbeit sein, da diese bei wöchentlichen Terminen - die grundsätzlichen Vorraussetzung – “kontinuierliche Teilnahme“, verhindert


Tatsächliche Teilnahme an der Gruppe:
1.Termin - 7TN, 2.Termin – 9TN, 3.Termin – 3 TN, 4.Termin – 7 TN, 5.Termin – 4TN, 6.Termin – 4 TN, Samstag Termin 1TN.
Zu unterscheiden ist auch, ob die TN entschuldigt oder unentschuldigt fehlten.
Es wurden in der ersten Sitzung die Regeln, auch für “Fehlen“, gemeinsam mit den Gruppenteilnehmern erarbeitet.


Die Vorbereitung der Abend -Einheiten und der benötigten Materialien erfolgte zwischen den Terminen.
Die Nachbesprechung war grundsätzlich erwünscht und geplant, fiel jedoch in der Praxis dann auf Grund von Zeitproblemen aus.


3. Inhalte und Methoden

Themenschwerpunkte waren:
Zwischenmenschlicher Umgang, Regeln und ihre Konsequenzen, verschiedene Formen von Kommunikation, Körpersprache, Grenzen erkennen und schützen, Wahrnehmungsschulung, Interpretationen und Missverständnisse, Feedback und Kritik, Kooperation, Ziele.

Vermittelt wurde dies in verschiedenen Formen: Kleingruppenarbeit, Teamarbeit, gemeinsam im Plenum, sowie in Einzelarbeit. Es war uns wichtig analoge Methoden einzusetzen und dadurch einen anderen Zugang zu ermöglichen. Zu Beginn oder am Ende eines neuen Themenschwerpunktes gab es eine kurze Vorstellung oder Zusammenfassung des theoretischen Hintergrunds.
Über diese knappen Theoriezusammenfassungen erhielten die Teilnehmer am Ende der Gruppenarbeit Handouts die in einer Mappe zusammengestellt waren. Die Mappe enthielt zudem verschiedene, in den Einheiten erarbeitete Inhalte, ihren persönlichen Steckbrief, einen Wunschzettel und ähnliches.


4. Erfahrungen

Insgesamt hat sich herausgestellt, dass die praktischen Übungen sehr gut angenommen wurden, zu lange Theorieeinheiten sind nicht gewünscht. In der Rückmeldung gaben die TN an, dass die Dauer der Sitzungen mit 2 Stunden sehr lang seien.
Problematisch war bei manchen Übungen die unterschiedlichen Voraussetzungen z. B. im sprachlichen Bereich.

Für die Leiter hat sich gezeigt, dass die Vorbereitung sehr wichtig ist, wie erwähnt die Nachreflektion sicherlich auch, hierfür muss extra Zeit eingeplant werden. In der Praxis hat sich zudem herausgestellt, dass wir mit dem Programm meist nicht durchgekommen sind d.h. wir haben Übungen weggelassen, da sonst die Zeitstruktur nicht eingehalten worden wäre.

Weiterhin sehr bemerkenswert war, dass sich die TN sehr bereitwillig auf die Gruppenarbeit und die Übungen eingelassen haben.
Besonderes Gewicht ist auf die Nachbesprechung der Übungen und Einheiten zu legen, da sich hieraus häufig Gespräche und persönlicher Austausch ergeben haben. Auffallend war auch, dass die Gruppe untereinander sehr nachsichtig und kooperativ war.
Kleine Befindlichkeitsübungen, Blitzlichter oder Anfangs- und Schlussrituale kamen gut an und wurden ernsthaft durchgeführt.


Die Gruppenarbeit wurde vorbereitet und durchgeführt von:

Stefan Wick und Ulrike Herbrik Bewährungshelfer am Landgericht Regensburg Tel. 0941/ 2003 – 310 und 710