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Gruppenarbeit der Bewährungshilfe am Landgericht München I

„Kleine Schule des Genießens“

Anliegen der Genusstherapie ist, dem Klienten bewusst zu machen, dass er auf seine Gefühle und Stimmungen Einfluss nehmen kann, was seine Autonomie stärkt und ihn dazu führt, Verantwortung zu übernehmen.

Es ist ein Symptom unabhängiger, ressourcenorientierter Ansatz, der Aufbau gesunden Erlebens und Handelns steht im Mittelpunkt.

Ziele der Therapie sind:

· Sensibilisierung von Sinnesmodalitäten
· Vermittlung eines spezifischen Umgangs mit potentiell Genussvollem
· Aktualisierung angenehmer Vorfahrung
· Integration von Genuss im Alltag
· Befähigung der Klienten am Beispiel eines Balance Modells die „positive“ Waagschale ebenso gewichtig zu gestalten, sie die „negative“ um damit das psychische Immunsystem zu stärken

 

In 10 Sitzungen von 1 ½- 2 Std. werden unter Beobachtung der 7 Genussregeln:

· Genuss braucht Zeit
· Genuss muss erlaubt sein
· Genuss geht nicht nebenbei
· weniger ist mehr
· Genuss ist Geschmacksache (Jedem das Seine)
· ohne Erfahrung kein Genuss
· Genuss ist alltäglich

u.a. mit Animationsmaterial, die 5 Sinne (re)aktiviert. Da das Vorhaben symptom- unspezifisch ist, setzt sich die Gruppe aus Menschen mit unterschiedlicher Symptome zusammen.

Das Therapiekonzept wurde in 2 Untersuchungen an einer psychosomatischen Klinik evaluiert.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Symptomatik reduziert und die Fähigkeit psychische Belastungen konstruktiv zu bewältigen gefördert wird. + Enthymes (das was der Seele und dem Gemüt gut tut) heilt?

Ansprechpartnerin: Helga Nowy Bewährungshelferin am Landgericht München I