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Rechtliche Stellung der BewährungshelferInnen

In § 56 StGB und den §§ 24 und 25 JGG ist die Stellung der BewährungshelferInnen gesetzlich geregelt. Es heißt dort:

Der Bewährungshelfer steht dem Verurteilten helfend und betreuend zur Seite

und es heißt weiter:

Er überwacht im Einvernehmen mit dem Gericht die Erfüllung der Auflagen und Weisungen, sowie der Anerbieten und Zusagen

Der Bewährungshelfer berichtet über die Lebensführung...in Zeitabständen, die der Richter bestimmt

Es wird deutlich, daß BewährungshelferInnen ein Doppelmandat erfüllen. Einerseits im Verhältnis zu den ProbandInnen (Hilfe, Betreuung und Kontrolle), andererseits gegenüber dem Gericht (Informationspflicht ).

Dies beinhaltet einen größtmöglichen Austausch von Informationen und Einschätzungen zwischen ProbandInnen, BewährungshelferInnen und RichterInnen, aber auch einen sehr sensiblen Umgang mit persönlichen Mitteilungen der ProbandInnen.

Ein Zeugnisverweigerungsrecht haben BewährungshelferInnen nicht. Dies hat zur Folge, daß sie verpflichtet sind neu begangene Straftaten der ProbandInnen dem Gericht mitzuteilen und gegebenenfalls vor Gericht als ZeugInnen auszusagen.

Gegenüber anderen Behörden und Personen gilt die Schweigepflicht nach § 203 StGB!