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Die Klientel der Bewährungshilfe

Altersstruktur/Geschlecht

88,6 % männlich, 11,4 % weiblich

Grundsätzlich sind alle Altersgruppen und Geschlechter ab 14 Jahren vertreten. Der Schwerpunkt liegt beiden 20 – 40 Jährigen.

Deliktstruktur

Eigentumsdelikte (einschließlich Betrug) 44,3 %
Betäubungsmittel-Delikte 32,3 %
Kontaktdelikte (Körperverletzung, Nötigung, Raub, Tötungsdelikte) 27,6 %
Verkehrsdelikte 21,1 %
Sexualdelinquenz 4,4 %

Problemfelder

Unter gesellschaftlichen Aspekten

  • Arbeitslosigkeit (43,7 %)
    (konjunkturell, regional bedingt)
  • Staatsangehörigkeit (83,6 % deutsch, 16,3 % andere Nationalitäten)
    (Ausländergesetz, Arbeitserlaubnis, Asylverfahren, drohende Abschiebung, Kulturelle Traditionen, Ausländerfeindlichkeit)
  • Resozialisierungshemmende Faktoren
    (Haft/Klinikentlassung, Stigmatisierung, Wohnungsproblematik, unzureichende soziale Absicherung, gestörte soziale Bezüge, Freundeskreis)

Unter individuellen Aspekten

  • Suchtgefährdung
    (Alkohol, Drogen, Ernährungsstörungen, Spielsucht)
  • Finanzielle Probleme
    (Ver/Überschuldung, Budgetplanung, Höhe des Einkommens i.d.R. unter der Armutsgrenze (gem. Definition des Europarates), Schadensersatzforderungen, Geldauflagen, zusätzliche Geldstrafen)
  • Beziehungsprobleme
    (Partner, Familie, geschlechtsspezifische Kommunikationsprobleme)
  • Verhaltensauffälligkeiten bis zu psychischen Erkrankungen
    (Leistungsverweigerung, geringe Frustrationstoleranz, Priorität der sofortigen Bedürfnisbefriedigung, Interaktionsprobleme, häufig geringes Selbstwertgefühl, verbunden mit Kompensierung in sozial inadäquater Weise)
  • Sprachschwierigkeiten